CO₂-Emissionen reduzieren und die Umwelt schützen
Als VR-Bank Bonn Rhein-Sieg eG übernehmen wir Verantwortung für unsere Umwelt und unsere Region und erfassen daher seit 2022 unseren ökologischen Fußabdruck anhand einer Klimabilanz. Mit dieser CO₂-Bilanz machen wir sichtbar, wo und in welchem Umfang Treibhausgasemissionen entstehen. So schaffen wir eine verlässliche Grundlage, um Einsparpotenziale zu erkennen und unsere Klimaschutzmaßnahmen gezielt weiterzuentwickeln. Denn: Nur wer seinen eigenen Beitrag kennt, kann etwas verändern.
In unserer aktuellen CO₂-Bilanz (auf Basis des Geschäftsjahres 2024) haben wir im Geschäftsbetrieb 2.407,4 t CO₂e (Scope 1 – 3) emittiert.
Was steckt hinter Scope 1, 2 und 3?
| Direkte Emissionen (Scope 1) | Indirekte Emissionen (Scope 2) | Sonstige indirekte Emissionen (Scope 3) |
|---|---|---|
| Fuhrpark | Strom | Eingekaufte Waren & Dienstleistungen |
| Heizung | Pendelverkehr | |
| Papier | ||
| Abfall |
Die Verteilung der marktbasierten CO₂-Emissionsäquivalente in Tonnen (t CO₂e) nach Scope-Kategorie:
Zentrale Beobachtungen unserer Klimabilanz:
Die Emissionsbilanz wird vor allem durch Scope 3 bestimmt. Mit 1.740,7 t CO₂e entfällt der größte Anteil auf eingekaufte Waren und Dienstleistungen. Das Pendeln der Mitarbeitenden ist mit rund 38 % der zweitgrößte Emissionstreiber.
Der Energiebezug bleibt ebenfalls ein wichtiger Einflussfaktor: Im standortbasierten Ansatz fallen deutlich höhere Emissionen an als im marktbasierten Ansatz. Grund dafür ist vor allem der hohe Anteil an Ökostrom, der die marktbasierten Emissionen senkt.
Die direkten Emissionen in Scope 1 werden überwiegend durch den Wärmeverbrauch verursacht. Knapp 80 % entfallen auf die stationäre Verbrennung, während mobile und flüchtige Emissionen nur eine geringe Rolle spielen.
Drei Treiber sind aktuell maßgeblich für unsere Emissionen verantwortlich:
Mit folgenden Maßnahmen haben wir unseren CO₂-Fußabdruck verringert:
Die VR-Bank Bonn Rhein-Sieg eG bezieht ausschließlich zertifizierten Ökostrom.
Im Rahmen einer Entgeltumwandlung ist ein Abschluss eines Leasingvertrages für ein Fahrrad bzw. E-Bike möglich.
In unserem Fuhrpark haben wir insgesamt 47 Fahrzeuge, von denen 19 elektrobetrieben sind.
75 % unserer Mitarbeiter nutzen mobiles Arbeiten – das spart Fahrten zur Arbeit und senkt Emissionen.
Erläuterung: Welche Maßnahmen haben positiven Einfluss auf die CO₂-Emissionen eines Unternehmens?
- Reduktion: Die Emissionen und den Verbrauch natürlicher Ressourcen (z.B. Stromverbrauch oder Wärme) reduzieren.
- Substitution: Umweltschädliche Materialien oder Prozesse werden durch nachhaltige Alternativen ersetzen (z.B. konventioneller Strom wird durch Ökostrom ersetzt).
- Kompensation: Gleicht unvermeidbare Emissionen durch Investitionen in zertifizierte Klimaschutzprojekte aus (z.B. durch Zertifikate, derzeit noch nicht).
Klimaneutralität im Geschäftsbetrieb bis spätestens 2045
Unser Ziel bleibt bestehen: Wir wollen die Emissionen aus unserem Geschäftsbetrieb bis zum Geschäftsjahr 2037 um 56 % senken und bis 2045 Klimaneutralität erreichen. Zudem planen wir unseren Strom- und Wärmeverbrauch jedes Jahr um 10 % zu reduzieren.
Im Fokus: Finanzierte Emissionen
Finanzierte Emissionen zeigen, wie stark unser Kredit- und Anlagegeschäft das Klima beeinflusst und wirken sich damit unmittelbar auf unsere CO₂-Bilanz aus. Der wesentliche Punkt dabei ist, dass die größten Emissionen einer Bank meist nicht im eigenen Geschäftsbetrieb entstehen, sondern dort, wo das Geld hinfließt — also etwa in Unternehmen, Immobilien oder Projekte, die finanziert werden. Nur wenn wir unsere finanzierten Emissionen kennen, können wir Risiken besser steuern, regulatorische und marktseitige Anforderungen erfüllen und glaubwürdig nachhaltig handeln. Aus diesem Grund haben wir unsere finanzierten Emissionen im Geschäftsjahr 2025 erstmals nach dem PCAF-Standard berechnet. Grundlage hierfür war der Stichtag 31.12.2024. Finanzierte Emissionen machen damit sichtbar, wie klimawirksam unser Bankgeschäft tatsächlich ist — ohne diese Daten würde ein wesentlicher Teil des Gesamtbilds fehlen.
VR-Bank pflanzt nächsten Mitgliederwald
Bereits seit 2013 engagieren wir uns jedes Jahr mit einer Baumpflanzaktion.
Jährlich wechselnd werden in allen Kommunen des Geschäftsgebietes für neu gewonnene Mitglieder Setzlinge gepflanzt – ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit, lange bevor das Thema zum allgemeinen Trend wurde.
Wie in jedem Jahr schlüpften auch diesmal unsere Vorstände Ralf Löbach und Mathias Lutz in derbe Schuhe und griffen persönlich zu Spaten und Pflanzstock. Besonderer Gast der diesjährigen Aktion war Matthias Schmitz, Bürgermeister der Stadt Lohmar, der gemeinsam mit dem für Lohmar zuständigen Förster Felix Dönges und Friedrich Reichert, Fachgebietsleiter Privat- und Körperschaftswaldbetreuung vom Forstamt Rhein-Sieg-Erft, die Pflanzung begleitete und sich vor Ort ein Bild vom Projekt machte.
„Nachhaltigkeit bedeutet für uns nicht nur übermorgen, sondern heute zu handeln. Unsere Baumpflanzaktion steht seit über einem Jahrzehnt für langfristige Verantwortung gegenüber Umwelt, Region und kommenden Generationen“, betonten die Vorstände während der Aktion. „Dass wir dieses Engagement gemeinsam mit unseren Mitgliedern, kommunalen Vertretern und der Forstwirtschaft umsetzen dürfen, macht uns besonders stolz.“ Bürgermeister Matthias Schmitz ergänzte: „Die Aufforstung von rund 4.000 m² Wald in Inger ist ein bedeutender Beitrag für unsere Stadt. Mit der Pflanzung der neuen Bäume zeigt die VR-Bank eindrucksvoll, wie sehr sie sich für Lohmar einsetzt. Für dieses Engagement, das unserer Region langfristig zugutekommt, spreche ich meinen herzlichen Dank aus.“
Gepflanzt wurden überwiegend Stieleichen als zukunftsfähige Hauptbaumart, ergänzt durch Vogelkirsche und Spitzahorn. Zum Schutz der jungen Bäume vor Wildverbiss wird die Fläche in den ersten Jahren eingezäunt. So entsteht Schritt für Schritt ein stabiler, artenreicher Mischwald. Insgesamt wurden 1.250 Setzlinge auf ausgewählten Standorten gepflanzt.
Mit der jährlichen Baumpflanzaktion verbinden wir Mitgliederwachstum konsequent mit aktivem Umweltschutz. Jeder neu gepflanzte Baum steht symbolisch für die Verantwortung gegenüber Natur, Klima und der Region.
Auch in den kommenden Jahren soll die Pflanztradition fortgeführt und weiterentwickelt werden – als sichtbares Zeichen dafür, dass nachhaltiges Handeln Teil der Unternehmenskultur ist und bleibt.